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Segnungen



CooL ist der Meinung, dass Segnungen von lesbischen Paaren in der Kirche selbstverständlich werden sollten.

Warum wollen sich lesbische Paare kirchlich segnen lassen?
Aus den selben Gründen, aus denen sich ein heterosexuelles Paar trauen lassen will.
Auch lesbische Paare, welche sich für Gott, den Glauben und die Kirche interessieren, möchten den Segen von Gott und der Kirche für ihre Beziehung.

In welchen Kirchen sind Segnungsgottesdienste für lesbische Paare möglich?
Grundsätzlich in den meisten evangelisch-reformierten Kantonalkirchen der Deutschschweiz sowie in der christkatholischen Kirche. Die kirchenrechtlichen Bestimmungen und Bezeichnungen sind allerdings sehr unterschiedlich. Paare, die sich für eine solche Feier interessieren, wenden sich am besten an eine Pfarrerin oder einen Pfarrer in ihrer Kirchgemeinde oder an das Sekretariat der Kantonalkirche. Dort erhalten sie meist genauere Auskünfte.
Pink Cross verfügt über Adressen und hilft Paaren, die an einem Segnungsgottesdienst interessiert sind, gerne weiter.

In der römisch-katholischen Kirche sind Segnungen in der Regel nur auf privater Basis möglich.
Es gibt aber auch Ausnahmen: 2003 beschloss die Pastoralkonferenz der röm. kath. Kirche BL offiziell Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare anzubieten.

Die zur Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) zusammengeschlossen Freikirchen, die orthodoxen Kirchen und die reformierten Kantonalkirchen der Romandie (ausser Fribourg) lehnen solche Feiern grundsätzlich ab, entsprechend der negativen Bewertung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, die diese Kirchen vertreten.

Kleiner geschichtlicher Exkurs
Bereits 1993 fand die erste Segnung eines lesbischen Paares in einer Privatkapelle in Sils (GR) statt.

1995 sorgte ein Fürbittegottesdienst für ein schwules Paar in der Berner "Nydeggkirche" landesweit für Aufsehen.

1997 trat die neue Kirchenordnung der ev. ref. Kirche des Kantons LU in Kraft, nach der Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare möglich sind. Auch die ev.-ref. Kirche des Kantons FR führte Segnungsgottesdienste für unverheiratete Paare ein, unabhängig vom Geschlecht.
1998 beschloss die ev.-ref. Kirche des Kantons SG die Gottesdienste für
Personen in besonderen Lebenssituationen (Adoption, Ehejubiläum, Pensionierung etc.) zuzulassen. Lebenspartnerschaften zwischen Personen des gleichen Geschlechtes gehören ausdrücklich dazu.

1999 verankerte die ev.-ref. Kirche der Kantone BE, JU und SO Gottesdienste für schwul/lesbische Paare im Kirchenrecht.
Auch die Kantone GR und SH beschlossen Segnungsgottesdienste zuzulassen.

Die ev.-ref. Kirchen ZH und BL führten im Jahr 2000 Segnungsgottesdienste ein.

2003 bekräftigte die Synode des Kantons AG, dass der 2001 beschlossene Segnungsartikel auch für Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare gilt.

Auch in jenen deutschschweizer Kantonalkirchen, die keine ausdrückliche Regelung haben, sind Segnungen in der Regel möglich.